Hohe Rechenleistung ist einer der Schlüsselfaktoren für viele Forschungsprojekte im Bereich Computational Engineering. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben Hardwareanbieter in den letzten Jahrzehnten neue heterogene Parallelarchitekturen entwickelt. Zum einen verbessern diese Architekturen die Energieeffizienz, um den Stromverbrauch zu senken und damit die Total Cost of Ownership (TCO) der Rechenzentren zu senken. Andererseits sind neue Programmieransätze und Optimierungstechniken erforderlich, um diese hochparallelen Systeme zu nutzen.
In 2016 hat die RWTH Aachen die Firma NEC als Lieferant für den neuen Hochleistungsrechner CLAIX ausgewählt. Im Rahmen dieser Beschaffung haben die RWTH und NEC eine wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit vereinbart mit dem Ziel, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Produktivität des High Performance Computing auf dem NEC CLAIX System zu verbessern. Dazu gehört auch die Identifikation geeigneter Codes innerhalb der Benutzerbasis von CLAIX hinsichtlich der Verwendung von SIMD- und Vektor-Programmiermodellen. Darüber hinaus evaluiert das Projekt ein OpenMP-basiertes Offload-Programmierungsmodell für die kommende NEC Aurora-Architektur. Eine Prototyp-Implementierung auf Basis der LLVM-Compiler-Infrastruktur ist einer der wichtigsten Aspekte dieses Teilprojektes, da sie die Use Cases für die NEC Aurora-Architektur erweitert und es allen Anwendern von CLAIX ermöglicht, zuverlässige, standardkonforme Anwendungen zu entwickeln.
Weitere Informationen werden nach der Produkteinführung der NEC Aurora-Architektur zur Verfügung gestellt.